Das Zürcher Oberland will vorwärts. Doch Innovationen, Arbeitsplätze und Wertschöpfung entstehen nicht von allein. Es braucht mutige Unternehmen, Freiraum für Entwicklung und eine Politik, die ermöglicht. Darüber diskutierten rund 120 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft am 10. Unternehmer:innen-Gespräch der Standortförderung Zürioberland (SZO). Die historische Dampfbahn wurde am 22. Oktober 2026 zum rollenden Gesprächsraum.
Zum Auftakt des Jubiläums erinnerte Hans Hess, SZO-Vorstandsmitglied und ehemaliger Präsident Swissmem, an den Eisenbahnpionier Adolf Guyer-Zeller, dessen Unternehmergeist die Region bis heute prägt. Zehn Ausgaben des Unternehmerinnen-Gesprächs und fünf Jahre Standortförderung Zürioberland stehen für denselben Anspruch: die Stärken der Region nutzen und ihre Zukunft prägen.
Auf der Fahrt mit der Dampfbahn von Bauma nach Hinwil und zurück zeigten die Gespräche in fünf The-enwagen viel Zuversicht und Gestaltungswillen: Die Unternehmer:innen wollen innovieren, neue Technologien nutzen und Mitarbeitende weiterentwickeln. Gleichzeitig bremsen Bürokratie, Finanzierung und das Tagesgeschäft. Deutlich wurde aber auch: Fortschritt braucht sowohl bessere Rahmenbedingungen wie auch unternehmerischen Mut, engagierte Mitarbeitende und starke Partnerschaften.
Die Ergebnisse der Diskussionen aus den Themenwagen griff Lars van der Haegen, CEO der Belimo Automation AG, im anschliessenden Wrap-up auf. Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen Unternehmen, indem sie echte Kundenprobleme lösen, mutig investieren du Ausdauer beweisen. Er verdeutlichte das mit einem eigenen Beispiel: Aus einer Anfrage des Massachusetts Institute of Technology (MIT) entstand vor 20 Jahren ein neuartiges Energieventil. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten hielt das Unternehmen an der Entwicklung fest. Heute wird das Produkt in Hinwil gefertigt und weltweit unter anderem zur Kühlung von Rechenzentren eingesetzt.
Bei der Schlussfrage, die in allen Themenwagen dieselbe war, waren sich die Teilnehmenden einig: Das Unternehmertum im Zürcher Oberland soll in Zukunft für Innovation, Mut, Bodenständigkeit und Verantwortung stehen. «Die SZO unterstützt die Firmen dabei, indem wir Unternehmensanliegen in Politik und Planung einbringen, Partner vernetzen und Innovationsvorhaben begleiten. Denn entscheidend ist nicht nur die Idee, sondern vor allem ihre Umsetzung», sagt Giacinto In-Albon, Leiter Geschäftsfeld Wirtschaft der SZO.