Das 5. Zürioberland Forum folgte im Anschluss an die Generalversammlung im Switzerland Innovation Park Zurich. Im Fokus standen Kooperationen – die Grundlage für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Regionen.
In ihrer Keynote zeigte Sonja Wollkopf, Head of Business Expansion & Markets, Switzerland Innovation Park Zurich, auf, dass Kooperationen mehr sind als monetäre Abhängigkeiten. Wissensgewinn durch Schwarmintelligenz, ein starkes Netzwerk für mehr Resilienz, der Vertrauensaufbau und das positive Signal für die Zukunft – gute Gründe, eine Partnerschaft einzugehen. Abschliessend stellte Wollkopf Checklisten mit Schlüsselfragen vor, die als Grundlage für erfolgreiche Kooperationen herangezogen werden können. Hier stellt die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen und konsequent weiterzumachen, eine wichtige Voraussetzung dar.
Innovationen gelingen, wenn Idee und Finanzierung zusammenspielen. Die UBS zeigte in ihrem Workshop, wie sie Unternehmen entlang ihres Lebenszyklus begleitet. In der Startphase ist Eigenkapital entscheidend, während Fremdkapital erst mit wachsendem und positivem Cashflow zum Einsatz kommt. Für eine erfolgreiche Kapitalbeschaffung sind ein erfahrenes Managementteam, eine starke Marktposition sowie ein skalierbares Geschäftsmodell mit klaren Alleinstellungsmerkmalen zentral. Dynamisches Wachstum, steigende Umsätze und eine breit abgestützte Kundenbasis verstärken zusätzlich die Attraktivität für Investor:innen.
Begegnungsräume leisten einen zentralen Beitrag zur Lebensqualität: Sie ermöglichen Austausch über Generationen hinweg, stärken den sozialen Zusammenhalt und schaffen Identität. Der Fokus des diesjährigen Entwicklungsdialogs lag deshalb auf den sogenannten «Dritten Orten». Das sind Treffpunkte jenseits von Wohnen und Arbeiten, die Raum für Begegnung, Kultur, Kreativität und Mitwirkung bieten. Im Dialog diskutierten die Teilnehmenden Formate, wie solche Räume im Zusammenspiel von Gemeinden, Zivilgesellschaft, Bevölkerung und Unternehmen entwickelt werden und lebendige, attraktive Orte für die Region entstehen können. Besonders wertvoll war der Erfahrungsaustausch. Es wurde klar: Jeder Ort braucht ein anderes Rezept.
Die Frage, wie leerstehende Gebäude umgenutzt und Begegnungsorte geschaffen werden können, steht im Zentrum der Exkursion 2026 «Begegnungsorte» am Samstag, 7. November 2026.
Der Workshop «Zero-Gap Recruiting», organisiert durch die Höhere Fachschule Uster, ging der Frage nach, wie Rekrutierungsprozesse in KMU so gestaltet werden können, dass Stellen treffsicher besetzt werden, ohne Potenzial unnötig auszuschliessen. Thematisiert wurde insbesondere, wie sich zwingende Anforderungen von entwickelbaren Kompetenzen unterscheiden lassen. Arbeitgeber:innen erhielten praxisnahe Werkzeuge, um Stellenprofile gezielter zu formulieren, Auswahlgespräche strukturierter zu führen und fundiertere Personalentscheide zu treffen. Der interaktive Workshop kombinierte kurze fachliche Impulse mit praxisnahen Beispielen. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen den Teilnehmenden den direkten Transfer in ihren Führungs- und Rekrutierungsalltag.