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Qualitative Weiterentwicklung

Dieser Artikel ist auch im Zürioberland Magazin vom 23. Oktober 2026 erschienen.

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Mit dem Bauprojekt Palme Futura realisierte die Stiftung zur Palme in Pfäffikon ZH einen modernen Lebensort für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Am Hauptstandort direkt beim Bahnhof wurden zwei bestehende Gebäude umfassend saniert und durch einen Neubau ergänzt.

Herzstück des neuen Bauprojekts ist das markante Maison E, das sich als zeitgemässer Neubau präsentiert und dem Ensemble eine neue Identität gibt. Das Maison E konnte dank des grosszügigen Legats der Mutter eines früheren Bewohners realisiert werden. Die Kraft dieses neuen Gebäudes entfaltet sich allerdings erst im Zusammenspiel mit dem Bestehenden. Die beiden Bestandesgebäude, das teils denkmalgeschützte Haus 1900 und das Haus 1980, wurden umfassend saniert und wieder stärker ins Blickfeld gerückt. Gemeinsam bilden sie ein Ensemble, das Vergangenheit und Zukunft verbindet.

Mehr als ein Bauprojekt
Andreas Zumbühl, Geschäftsführer der Stiftung, betont: «Mit Palme Futura geht es uns nicht um Wachstum, sondern um die qualitative Weiterentwicklung der bestehenden Angebote. Im Zentrum stehen Wohn-, Arbeits- und Begegnungsräume für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Sie sollen ein Wohnangebot erhalten, das ihren Bedürfnissen entspricht und ihnen Lebensqualität, Selbstbestimmung und soziale Teilhabe ermöglicht.» Die drei Häuser bieten insgesamt 52 Wohnplätze. Deren Zuteilung erfolgte in einem partizipativen Prozess, was den Anspruch auf Selbstbestimmung unterstreicht. Neben den Wohnräumen sind auch neue Räume für die Tagesstätten entstanden. Die lichtdurchfluteten Tagesstätten bieten über 40 Menschen mit Beeinträchtigung eine sinnvolle Tagesstruktur.

 

Sabrina Leidi

Bewohnerin Maison E

«Ich wollte unbedingt ein Zimmer mit Blick auf den Bahnhof.»

Raum für Alltag und Austausch
Sabrina Leidi ist eine der neuen Bewohnerinnen im Maison E. Sie wohnt in einem Studio. Der Umzug war für sie ein grosser Schritt, denn in ihrem Alltag ist sie auf feste Strukturen angewiesen. Als Zugbegeisterte war es ihr wichtig, dass sie von ihrem neuen Zuhause direkt auf den Bahnhof Pfäffi kon blicken kann. Diesem
Wunsch wurde entsprochen. Der Auszug aus der Wohngruppe in ein Studio ist mit einer grösseren Selbstständigkeit verbunden. Da sie in der Stiftung im Reinigungsteam arbeitet, weiss sie, dass es für sie ein Leichtes sein wird, ihr Studio immer tipptopp in Schuss zu halten. Gleichzeitig ist für sie die Gewissheit wertvoll, dass sie bei Bedarf weiterhin auf Unterstützung zurückgreifen kann. Am meisten freut sie sich auf ihr eigenes Badezimmer.

Als verbindendes Element zwischen Stiftung und Öffentlichkeit wirkt auch der neue Standort des Bioladens palmino. Die beliebten Bioprodukte, teilweise aus eigener Produktion der Biogärtnerei oder der Bäckerei, bleiben im Angebot. Der Laden soll aber auch Begegnungsort für Bewohnerinnen, Mitarbeitende und Besucher sein.
palme.ch

Bild: Der neue Standort des Bioladens palmino wirkt als verbindendes Element zwischen Stiftung und Öffentlichkeit und bietet neben beliebten Bioprodukten einen Raum für Begegnung.
© Stiftung zur Palme