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Perspektive schafft Zukunft

Dieser Artikel ist auch im Zürioberland Magazin vom 23. Oktober 2026 erschienen.

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Die Lehrstellensuche und der Übergang in die Berufswelt sind für junge Erwachsene anspruchsvoller geworden. Die Vivazzo Stiftung begleitet Jugendliche mit einer Invalidenversicherung (IV) praxisnah auf ihrem Weg in die Arbeitswelt. Mit einem klaren Blick für ihre Stärken eröffnet die Stiftung den Jugendlichen echte Perspektiven.

Die Ausbildungsangebote der Stiftung mit Sitz in Rüti umfassen drei unterschiedliche Abschlussarten (EFZ, EBA, PrA) und werden in verschiedenen Arbeitsbereichen angeboten – von der Holzmanufaktur über die Biogärtnerei bis hin zur Gastronomie. So entsteht ein individuell passender und begleiteter Weg in die Arbeitswelt. Die Mehrheit der Angebote richtet sich speziell an Lernende mit einer IV-Bescheinigung.

Für Diego Lehner, Eingliederungsbeauftragter der Vivazzo Stiftung, steht das teilhabeorientierte Begleitkonzept im Zentrum. Es ermöglicht eine bedarfsgerechte Unterstützung, die gemeinsam mit den Lernenden entwickelt wird. «Durch diese individuelle Förderung werden Potenziale freigelegt, das Selbstbewusstsein wird gestärkt und ein stabiles Fundament für eine erfolgreiche Zukunft geschaffen.»

Durchgestartet
Lukas Näf sitzt entspannt im Sitzungszimmer der Holzmanufaktur in Wolfhausen. Und das zu Recht: Er weiss bereits, dass er seine zweijährige Lehrzeit als Unterhaltspraktiker EBA erfolgreich abgeschlossen hat. Für den Russiker ist dies der zweite Abschluss, nachdem er zuvor eine praktische Ausbildung (PrA) im Betriebsunterhalt in einer anderen Stiftung absolviert hat.

Seine Zeit bei Vivazzo begann Lukas Näf mit einer Schnupperlehre. Fränzi Pfiffner, Berufsbildnerin in der Holzmanufaktur, betont die Bedeutung dieses Einstiegs: Die zukünftigen Lernenden können so ohne Druck Neues ausprobieren und ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufbauen. Lukas wurde im Team herzlich aufgenommen und schloss rasch Freundschaften mit seinen Kolleg:innen, wie er mit einem Schmunzeln erzählt. Bevor Lukas sich an die zweite Ausbildung wagte, arbeitete er vier Jahre im Hauswart-Team im zweiten Arbeitsmarkt. Diese Erfahrung stärkte ihn zusätzlich. Auch deshalb entschied er sich für eine zweite Ausbildung mit höherem schulischem Anteil: das Eidgenössische Berufsattest (EBA). Dieses Ziel hatte Lukas nie aus den Augen verloren. Zu Beginn seiner Lehrzeit war er dennoch nervös. Würde er die schulischen Anforderungen erfüllen können? Lukas Näf hat diese nicht nur erfüllt, sondern sogar deutlich übertroffen.

Wie geht es weiter?
Die Unterstützung der Vivazzo Stiftung endet nicht mit dem Lehrabschluss. Mit Angeboten wie Praktika und gezielter Unterstützung im Bewerbungsprozess stellt sie sicher, dass der nächste Schritt frühzeitig aufgegleist ist. Für Lukas Näf steht mittelfristig die schrittweise Integration in den ersten Arbeitsmarkt im Fokus, verbunden mit einer Reduktion der IV-Leistungen. Dass er bereits während seiner Lehrzeit Praktika im ersten Arbeitsmarkt absolvieren konnte, kommt diesem Prozess zugute. Kurzfristig richtet er seinen Blick jedoch erst einmal auf das Feiern seines erfolgreichen Abschlusses – auch das ist ein wichtiger Aspekt dieses Meilensteins.
vivazzo.ch

Bild: Lukas Näf (rechts) hat mit dem EBA-Abschluss eine weitere Stufe auf der Ausbildungsleiter erreicht.
© Vivazzo Stiftung