Aus einem Hangar ragt die Spitze eines Kleinflugzeuges hervor, ein paar Meter weiter steht eine Gruppe Studierender diskutierend um einen Boliden. Überall herrscht emsiges Treiben, begleitet vom Hämmern aus der gegenüberliegenden Baustelle. Fast wähnt man sich in einer anderen Welt. Doch sie ist ganz nah: Dass auf dem Militärflugplatz Dübendorf ein 70 Hektaren grosser Innovationspark entsteht, ist nicht neu. Nur kann sich (noch) kaum jemand etwas
darunter vorstellen.
Dabei geht es hier um nicht weniger als um unsere Zukunft, wie Sonja Wollkopf Walt, Head of Business Expansion and Markets, es formuliert. Auf den ersten Blick mag das, was bisher über den Innovationspark Zürich bekannt ist, wenig mit dem alltäglichen Leben zu tun haben. Doch der Eindruck täuscht: «Unsere Start-ups entwickeln mit Partner:innen aus der Industrie beispielsweise neue KI-Tools und testen, wie die Robotik uns Menschen unterstützen oder die Sicherheit von Maschinen erhöhen kann», so Wollkopf. Auf dem Gebiet der autonomen Systeme werden Lösungen für Fahrzeuge, Industrieprozesse und die Logistik erarbeitet. Dies alles passiert im Cluster «Robotik und Mobilität». Im Cluster «Fortgeschrittene Produktionstechnologien» werden unter anderem neue Schweiss- und Laserbearbeitungsverfahren erprobt und Nanotechnologieforschung betrieben.
Weiterhin ein Flugplatz
Der Cluster «Luft- und Raumfahrt» fördert Projekte wie die satellitenbasierte Erdbeobachtung für Klimaforschung und Katastrophenschutz. Zudem wurde der Innovationspark Zürich von der staatlichen US-Raumfahrtbehörde Space Florida zum «European Space Hub» auserkoren. Das führt zu einer engen Zusammenarbeit mit Space Florida sowie mit dem privaten Weltraumunternehmen Starlab Space.
Geflogen wird in Dübendorf ohnehin weiter: Die Basis der Schweizer Luftwaffe bleibt hier, ebenso jene der Rega. Hinzu kommen die Forschungs- und Entwicklungsflüge des Innovationsparks Zürich sowie einige Flüge in der Zivilluftfahrt, etwa während des World Economic Forums.